Britische Verbraucherschützer stellen Regeln für In-App-Käufe auf

Inappabzocke

Was spricht eigentlich gegen das System der In-App-Käufe? Das Free-to-Play System ist im Prinzip sehr lukrativ und die Verbraucher sind nicht gezwungen Geld auszugeben. Nur für spezielle Gimmicks darf man, sofern man das möchte, zahlen. Das sollte jedem selbst überlassen bleiben.
Womit wir beim derzeitig überhand nehmenden Problem wären. Firmen entwickeln ihre Spiele nach dem „Pay-to-Win-Prinzip“ und werfen somit ein schlechtes Licht auf die Möglichkeit der In-App-Käufe und Free-to-Plays. Man darf das, für sich auserkorene Spiel zwar gratis nutzen, kommt aber ohne die „Gimmicks“ nicht wirklich vorran bzw. hat überhaupt keinen Spaß daran. Zusätzlich entstehen im Nachhinein Kosten, die unverhältnismäßig hoch sind.

Dass es so nicht weitergehen kann, haben sich die britischen Verbraucherschützer auch gedacht und stellen nun Regeln auf um Abzocken zu vermeiden. Schließlich sind In-App Käufe ja eine gute Möglichkeit für neue, frische Entwicklerfirmen sich zu finanzieren und den Verbrauchern dabei etwas Vernünftiges zu liefern.

Dabei handelt es sich um konkrete Punkte, die Anbietern helfen sollen, sich gesetzeskonform zu verhalten, ohne dabei die Gesetzespassagen grotesk auszulegen.

Die wichtigsten Punkte, von Spiegel Online übersetzt:

“Der Anbieter muss deutlich und prominent über die wahren Kosten eines Spiels informieren – und zwar vor dem Download. So sollte zum Beispiel in der Beschreibung stehen: Die ersten zehn Level sind gratis, die nächsten 30 kosten X Euro. Oder (bei einem Pferdesammelspiel): Einzelne Tiere kosten zwischen X und Y Euro, Spieler kaufen am häufigsten das Einhorn für 1,49 britische Pfund.

Wenn im Spielverlauf Mitteilungen und Aufforderungen für Käufe werben, muss diese Reklame sich klar vom eigentlichen Spiel unterscheiden. Die Zahlungsaufforderung darf nicht als Teil des Spielverlaufs erscheinen. Eines der konkreten Beispiele der OFT: Ein Hinweis außerhalb des Spielverlaufs a la “Die Mitgliedschaft hat viele Vorteile, hier mehr erfahren” ist in Ordnung. Nicht zulässig ist ein Mini-Spiel um die Mitgliedschaft, an dessen Ende es dann heißt: Jetzt bist du Mitglied (du musst aber noch zahlen).

Die Anbieter dürfen Spieler nicht unter Druck setzen, um sie zum Zahlen zu bringen. Formulierungen wie “Füttere deine Möwe mit Eiscreme oder sie ist unglücklich!” sind nicht zulässig. In Ordnung ist für die OFT eine weniger emotionale Aufforderung, die klare Alternativen aufzeigt wie diese: “Deine Möwe ist hungrig! Füttere sie mit Eiscreme oder mit Sardinen, damit sie stark wird. Sardinen kannst du im Spiel einsammeln, es gibt eine Menge davon. Eiscreme ist selten, kann aber für echtes Geld gekauft werden.”

Es lässt darauf hoffen, dass die Verbraucherschützer anderer Länder bald nachziehen werden, um solche Regeln aufzustellen und somit das Free-to-Play-Prinzip nicht weiter in das falsche Licht gerückt wird.
Wie stehst ihr zu diesem Thema? Haltet ihr Regeln für InApp-Käufe für notwendig und was haltet ihr generell davon?

Quelle: 4players.de