Die virtuelle Gaming-Welt – zum Greifen nahe?

Oculus_Rift

Eine virtuelle Realität kennt man bisher nur aus Filmen wie Matrix oder Spielen wie Assassins Creed – dem Konsumenten blieb dabei bisher nur die Möglichkeit vorbehalten zuzuschauen, wie fiktive Figuren in diese einzigartige Welt eintauchen durften. Bisherige Versuche in den letzten Jahrzehnten waren nicht gerade mit Erfolg gekrönt, z.B. war der VirtualBoy von Nintendo aus dem Jahre 1995 ein Riesenflop.

Doch seitdem sind fast 20 Jahre vergangen, der Standard unserer Technologie schreitet weiterhin voran und der Traum einer VR ist in greifbarer Nähe. Seit ein paar Jahren arbeitet das, mit reichlich Kapital ausgestatte Start-up Oculus VR an seiner Videobrille Oculus Rift, welche dem Ideal näher kommt, als jedes andere Gerät zuvor. Auf der Elektronikmesse CES hatten einige ausgewählte Tester die Gelegenheit den Prototypen, der optisch an eine große Skibrille erinnert, unter die Lupe zu nehmen.

Setzt man das Gerät auf, verschwindet das reale Sichtfeld und man taucht in das Szenario des jeweiligen Spiels ein. Durch Linsen soll ein Rundum-Effekt erzeugt werden; dank dem 110-Grad-Winkel ist das Sichtfeld tatsächlich groß genug, dass man die Ränder nicht mehr wahrnimmt.

Statements der Tester zufolge hat man tatsächlich den Eindruck in eine andere Welt einzutauchen – Weite, egal wohin man schaut. Die Sensoren der Brille messen dabei die Bewegungen des Kopfes, der Computer errechnet blitzschnell das Bild. An der Auflösung wird aber weiterhin gearbeitet.

Der aktuelle Prototyp, mit dem Namen Crystal Cove, wurde vor Allem an zwei wichtigen Stellen verbessert:

1. Bei Bewegungen verschwimmt die virtuelle Umgebung nicht mehr, was zuvor stark der Fall war.

2. Die Positionsbestimmung wurde präzisiert. Infrarot-Lämpchen an der Außenseite der Brille, werden durch eine Kamera an der Wand erfasst. Somit wird die Position im Raum errechnet und Gegenstände bleiben in der virtuellen Welt an Ort und Stelle, was einen deutlichen Komfortabilitäts-Bonus für den Verbraucher bietet.

Oculus-VR-Chef Brendan Iribe ist sehr guter Dinge, dass eine virtuelle Realität zum ersten Mal zu funktionieren scheint. Dennoch betont er, dass sich die Entwicklung noch in einer frühen Phase befinde – ähnlich der Zeit, als PCs noch monochrome Bildschirme hatten. Nichtsdestotrotz verläuft die Entwicklung schnell, schließlich bestand der Prototyp vor einem Jahr noch ausschließlich aus Klebeband.

Quelle: zeit.de