Geheimdienste machten auch vor MMORPGS nicht Halt

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Britische und US-Geheimdienste waren auch in Online-Rollenspiele präsent. Die Agenten erstellten demnach eigene Charaktere in Second Life und World of Warcraft. US-Dienste wie die CIA und die NSA haben anscheinend Undercover-Agenten in die Welten von WoW und Second Life geschickt. Der britische GCHQ war auch daran beteiligt. Darüber berichteten Anfang Dezember die New York Times, der Guardian und die ProPublica. Sie bezogen ihre Information dabei aus geheimen Dokumenten des Whistleblowers Edward Snowden. Zudem haben sich die Geheimdienste noch zusätzlich Zugang zum Netzwerk der Xbox verschafft, das weltweit von fast 50 Millionen Nutzer verwendet wird.

In Second Life musste aufgrund der hohen Anzahl der Agenten eine gesonderte Koordinierungsstelle eingerichtet werden, um zu verhindern, dass sich die Dienste gegenseitig in die Quere kommen.

Auch in WoW waren Agenten mit eigenen Charakteren zu Gange, um unerkannt spionieren zu können. Seitens Blizzard wusste man nichts von einer Überwachung und wenn diese stattfand, war das ohne das Wissen und ohne die Erlaubnis des Konzerns.

Allem Anschein nach dachten die Geheimdienste, dass man mögliche Terroristen aufspüren könnte, welche über Onlinespiele Nachrichten und Geld austauschen würden. Diese Untersuchungen ergaben aber keinerlei interessante Informationen über Terrorgruppen. MMORPGs eignen sich auch nicht zum Austausch derartiger Informationen, da Onlinespiele die Aktivitäten ihrer Nutzer aufzeichnen. Auch das amerikanische Militär nutzt Online- und Computerspiele zum Training seiner Soldaten.