Vorschau auf Die Gilde 3

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Ursprünglich auf Ende 2016 angesetzt, wurde nun von Publisher THQ Nordic im August eine Verschiebung des Erscheinungstermins von Die Gilde 3 – The Guild 3 – auf das 1. Quartal 2017 bekannt gegeben, um dem Spiel noch den nötigen Feinschliff zu verleihen.

Als Nachfolger der ungewöhnlich einzigartigen Wirtschaftssimulation mit Strategie- und Rollenspiel Elementen Die Gilde und Die Gilde 2, soll Die Gilde 3 die Besten Elemente der beiden Vorgänger verbinden, die negativen Aspekte zurücklassen und gleichzeitig das Spielerlebnis mit eigenen Ideen vertiefen. Der Titel soll dabei keinerlei Komplexität einbüßen und richtet sich dabei ganz klar an die Fans der Vorgänger.

Wie auch schon in den Vorgängern befinden wir uns im Mitteleuropa des 14/15 Jahrhunderts. Der Hauptfokus liegt auch in diesem Teil wieder auf den großen Handelsstädten des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, wird aber nun erheblich erweitert. Neu dabei sind etwa das Königreich Böhmen, die Niederlande oder das Herzogtum Masowien. Auch dieses Mal gilt es, unsere eigene Familiendynastie und unser Handelsimperium zu führen und über die Restlichen zu erheben – auf das sie die Jahrhunderte überdauern mögen. Neben Geschick bei Handwerk und Handel, gilt es auch bei gesellschaftlichen Anlässen und in der Politik zu bestehen und hinterhältige Intrigen gegen Mitspieler zu initiieren oder von diesen ausgehende abzuwehren – auch alle nicht von Spielern gesteuerten Figuren treffen für sich selbst Entscheidungen. Hierfür wurde die KI erheblich überarbeitet und das neue, adaptive System namens „EHE“ (Evolutive Human Emulator) soll sich an jedes beliebige Bedürfnis- und Motivationssystem anpassen und die Entwicklung charakteristischer Verhaltensmuster ermöglichen um hiermit das KI-Verhalten auf (scheinbar) zufällige Weise zu beeinflussen.

In Die Gilde 3 wird im Gegensatz zu den Vorgängern mehr auf Erfahrungspunkte gesetzt, die durch jede Handlung im Spiel gewonnen werden können. Durch sie können Fähigkeiten und andere Dinge wie etwa Rezepte freigeschaltet werden. Der sehr große Fähigkeitsbaum bietet dabei eine große Auswahl und ermöglicht auf Wunsch einen wesentlich stärkeren Fokus auf den Rollenspielfaktor. Dieser bleibt jedoch auch in diesem Teil weitgehend optional und kann im jeweiligen Spiel durch neue Optionen, wie etwa der Adoption eines Weisen als Stammhalter für eure Dynastie gegen Geld, auch fast komplett ignoriert werden. Hier liegt die Entscheidung allein beim Spieler – wie auch bei der klassischen Auswahl zwischen den verschiedenen Produktionsberufen des Handwerks, Kräuterkunde, Nahrung oder der auch in diesem Teil wieder möglichen Diebes- und Kampfkunst.

Bisher geplant sind zwölf Szenarien, in denen es wiederum mehrere Städte gibt, welche nun neu in mehrere Stadtteile unterteilt sind. Jedes dieser Viertel verfügt über einen eigenen Marktplatz, auf dem sich die Preise nach Angebot und Nachfrage der lokalen Bevölkerung richten. Besonderer Augenmerk liegt hierbei auch auf den mehrstöckigen Häusern und weniger geradlinig verlaufenden Straßen, die somit ein authentischeres Gefühl erzeugen. Um den Spielspaß auch langfristig zu erhalten, können Städte nun wachsen und an vordefinierten Orten mit der Zeit neue Stadtteile entstehen. Neben anderen zufallsbasierten Ereignissen wie Seuchen, Krieg und Hungersnöten sollen im fortgeschrittenen Spiel nun auch Geheimgesellschaften wie etwa die Freimaurern auftauchen und somit etwas Abwechslung in die Machtstrukturen bringen.

Zum Schluss muss noch der geplante Multiplayer erwähnt werden. Während es in den Vorgängern hierbei zu vielen Problemen kam, soll sich das dieses Mal definitiv ändern. Ganze 32 Parteien, bestehenden aus 16 menschlichen Spielern und 16 KI-Gegnern sollen in einem Spiel möglich sein.

Nach den sehr großen Modding- Erfolgen von Der Gilde 2, soll Modding auch in diesem Teil unterstützt werden, insbesondere auch im Multiplayer.

Quelle: theguildgame.com/de/